24.04.2009
Um Kosten zu senken und dabei die Qualität der furnierten Oberfläche zu steigern, ist eine hochwertige Leimfuge notwendig. Kleinbetriebe sind wenig oder gar nicht für die Furnierverarbeitung ausgestattet, meint man bei Frischeis. Darum bietet das Unternehmen für Tischler nun die Dienstleistung des Furnierfügens an.
Wir wollen dem Verarbeiter die Scheu vor aufwändiger Furnierarbeit nehmen“, erklärt Monika Gabriel, zuständig für Marketing bei Frischeis, Stockerau. Das Unternehmen vertreibt Furniere in 140 Holzarten in bis zu 60 verschiedenen Sortierungen. In der Furnierzentrale Aupoint Bergheim hat Frischeis nun das Angebotsspektrum erweitert: Künftig wird die Dienstleistung des Furnierfügens angeboten. In den Filialen Stockerau, Vyskov/CZ und Zagreb/HR wird dies bereits erfolgreich praktiziert. „Wir zählen viele kleine Unternehmen zu unserem Kundenkreis. Diese können oft nicht in einen großen Maschinenpark investieren“, schildert Gabriel.
Bei Frischeis werden auf einem Querschneider von Fisher+Rückle (System Monguzzi), Brugg/CH, die Furniere paketweise in der Länge gekappt. Danach folgt der Breitenschnitt. Für die Furnierzusammensetzung ist ein paralleler Schnitt notwendig. Ebenso wurde in jedem der geannten Standorte eine Furniersäge mit Hobelaggregat von Langzauner, Lambrechten, installiert. „Ab 0,9 mm-Stärke werden die Furniere gesägt“, erklärt der Leiter der Furnierabteilung, Tischlermeister Stefan Marx. Für beidseitige Bearbeitung verfügt die Säge über einen Parallelanschlag. Im Anschluss wird der Schnitt feingehobelt. Dünnere Furniere werden auf der Einmesserschere von Fisher+Rückle (System Monguzzi) vorbereitet. Auf dieser sind Längen bis maximal 3,2 m möglich. „Je besser der Schnitt ausgeführt wird, umso schöner lassen sich die Furniere zusammenfügen“, erklärt der Tischlermeister.
Um die gewünschte Oberfläche zu erhalten, werden die Furniere in unterschiedlichen Varianten, wie beispielsweise gestürzt, gereiht oder in Massivholzcharakter zusammengesetzt. Dies erfolgt in zwei Fügemethoden: Mit einem zickzackförmig aufgeklebten Leimfaden, oder wie Fisher+Rückle empfiehlt, mittels Fugenverleimung. Bei dieser Variante ist die Fuge auf der ganzen Länge absolut dicht geschlossen, temperaturbeständig und stärker als das Furnier selber. Es wird weniger Schleifmittel beansprucht. Die vollständig geschlossene Fuge verhindert das Einfallen von Lack in den Fugenbereich. „Zeitaufwändige Nachbearbeitung sowie das Risiko des Leimdurchschlags und die Gefahr des Eindringens von Feuchtigkeit in die Fuge sind eliminiert“, erläutert Fisher+Rückle-Verkaufsleiter Jürg Thalparpan. Bei Frischeis hat man in den Fugenverleimer „Omnimaster“ von Fisher+Rückle investiert. Damit können kleinste Kommissionen dank minimaler Leimmengen und kurzen Aufheizzeiten realisiert werden. In einem Arbeitsgang werden die Furnierstreifen beleimt und fugendicht zusammengesetzt. Einzugsrollen führen das Furnier an der Leimauftragsscheibe für einen lückenlosen Leimauftrag vorbei. Daraufhin ziehen Edelstahl-Plattenketten das beleimte Furnier über eine beheizte Zone. Dank der Hitzeeinwirkung und dem hohen seitlichen Fugendruck härtet der Leim sofort aus. Der hydraulische Direktantrieb ermöglicht das Zusammensetzen von Furnierstärken bis zu 3 mm.
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